Verschoben: 07. April 2019 - Vortrag "Neues zum Antisemitismus in Schule & Alltag" (Fr. Prof. Dr. J. Bernstein)

Wir haben den Vortrag leider verschieben müssen. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, sobald ein neuer Termin feststeht.

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EINLADUNG

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freunde der Loge,
wir haben die Freude Sie am

Sonntag, den 07. April 2019 um 17.00 Uhr

zu einem Vortrag von Frau

Prof. Dr. Julia Bernstein

einzuladen:

Neues zum Antisemitismus in Schule & Alltag

Judenwitze auf dem Schulhof, Israelkritik, körperliche und verbale Attacken – die Zahl der antisemitischen Übergriffe steigt in Deutschland. Zuverlässige Zahlen gibt es allerdings kaum. Die Opfer zeigen die Vorfälle nicht an oder sie fallen in Statistiken unter extremistische Taten.
Im Vortrag von Prof. Dr. Julia Bernstein werden die Befunde aus den neueren Forschungen im Bereich Antisemitismus präsentiert. Besonderer Wert wird auf die Perspektiven der Betroffenen auf Antisemitismus im Alltag und im schulischen Bereich gelegt und diese in den Kontext rechtspopulistischer Tendenzen gesetzt. Darüber hinaus werden die ersten Erkenntnisse in Bezug auf die Rezeption des Antisemitismus bei den Lehrkräften im Schulsystem dargestellt und interpretiert.

Folgende Fragen werden unter anderem im Vortrag behandelt: Wie kommt es, dass 73 Jahre nach dem Holocaust das Schimpfwort „Du Jude“ das am meisten verbreitete Schimpfwort auf dem deutschen Schulhof geworden? Wie schlimm ist das Problem und aus welchen Komponenten besteht es? Wie wird Rassismus gegen Antisemitismus ausgespielt? Welche Stereotypen sind importiert und welche hausgemacht? Was ist der Unterschied zwischen einer legitimen Kritik an israelischem Regierungshandeln und Antisemitismus?

Frau Prof. Dr. Julia Bernstein ist Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen im Fach Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Antisemitismus, Fremdfeindlichkeiten und Rassismen in den Institutionen, visuellen Medien und im Alltag, Migrationsprozesse durch Trans-nationalisierungsperspektiven, Interkulturalitätsfragen, Migrationsprozess russischsprachiger Juden in Israel und Deutschland, Jüdische Identität im gesellschaftlichen Wandel, Stereotypisierungs- und Ethnisierungsprozesse. In ihrer Arbeit kombiniert sie qualitative Forschungsmethoden (Ethnographie und Biographieforschung) mit alterativen Kunstmedien.

Publikationen u.a. 2016-2017:
Ein Studienbericht im Auftrag des zweiten Unabhängigen Expertenkreises zum Antisemitismus des Deutschen Bundestages:
"Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland." Andreas Zick, Andreas Hövermann, Silke Jensen, Julia Bernstein, Natalie Perl
https://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe_Bericht_April2017.pdf
Neue Studie:
„Mach mal keine Judenaktion!" Herausforderung und Lösungsansätze in der professionellen Bildungs- und Sozialarbeit gegen Antisemitismus.
www.frankfurt-university.de/antisemitismus-schule

Wir freuen uns auf Ihr Kommen, gerne dürfen Sie auch Ihre interessierten Freunde mitbringen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Mit herzlichen Grüßen
In W. B. und E.
Ralph Hofmann
Präsident der B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge