Logenkino: Let's Go - Vorgestellt von Prof. Verhoeven


Bild v. l. n. r.
Prof. Michael Verhoeven
Simone und Ralph Hofmann
(Foto Rafael Herlich)

Im Rahmen des Logenkinos kam Prof. Michael Verhoeven in die Räume der Loge, um seinen Film „Let’s Go“ zu präsentieren. Der Raum war voll und alle waren von dem Film und von der Persönlichkeit von Prof. Verhoeven tief beeindruckt. Es war uns eine Ehre, Prof. Verhoeven in unseren Räumen begrüßen zu dürfen.

Der Film: München, 1968: Die 21-jährige Laura, die in die USA emigriert ist, reist zur Beerdigung ihres Vaters nach München. In der alten Heimat muss sich Laura mit ihrer Mutter und der Geschichte ihrer jüdischen Familie auseinandersetzen. Lauras Eltern haben den Holocaust nur knapp überlebt und sind dennoch nach Kriegsende in Deutschland geblieben. Während sich Laura an ihre Kindheit erinnert, versucht sie, das Schicksal ihrer Eltern zu begreifen.

München, 1968: Die 21-jährige Laura, die mit ihrem Mann Gabriel in die USA ausgewandert ist, kehrt zurück in ihre alte Heimat München. Lauras Vater ist wenige Tage zuvor bei einem Verkehrsunfall getötet worden, die jüngere Schwester Friede liegt seitdem im Koma. Überwältigt vom Schmerz hat sich Lauras Mutter Hela in ihre Wohnung zurückgezogen. Obwohl der Glaube ihrer Vorfahren ihr bislang scheinbar nur wenig bedeutet hat, besteht Hela darauf, der jüdischen Trauerkultur zu folgen und Schiwa zu sitzen. Laura gelingt es, die Mutter zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte zu bewegen.
Die gemeinsamen Erinnerungen führen Laura zurück in ihre Kindheit, die 1947 in Freising begann, wo die Eltern ein Gasthaus führten. Das Verhältnis zu den von ihren traumatischen Erlebnissen während der Nazizeit zutiefst geprägten Eltern schwankte zwischen erdrückender Liebe und überzogener Strenge. Und immer galt für Laura: Von Zuhause wird nichts erzählt! Der Umzug in die Münchner Reformbausiedlung „Borstei“ 1953 und die Geburt Friedes im Jahr darauf änderten daran nur wenig – auch wenn Laura in der Borstei viele glückliche Tage erlebte und ihre große Liebe Gabriel kennenlernte. Je mehr Laura sich erinnert, desto besser beginnt sie, das Verhalten ihrer Mutter zu verstehen.

Drehbuch: Michael Verhoeven, nach Motiven des Romans "Von Zuhause wird nichts erzählt" von Laura Waco
Regie: Michael Verhoeven