Logenkino: Im Labyrinth des Schweigens

Im Labyrinth des Schweigens

Bild: v. l. n. r.
Werner Renz,
ehem. Leitung Archiv, Bibliothek Fritz Bauer Institut,
Philip-André Zinn,
Sohn des damaligen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn
Prof. Jens Wüstemann,
Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsprüfung an der Universität Mannheim,
Ralph Hofmann,
Prof. Dr. mult. Robert Sader,
Direktor der Klinik für Mund, Kiefer und plastische Gesichtschirugie an der Uniklinik Frankfurt,
Wolfgang Luley
vom katholischen Filmwerk und Kurt De Jong
(Foto Rafael Herlich)

Im Rahmen des Logenkinos präsentierte die die Loge den Film „Im Labyrinth des Schweigens“
An dem Abend mit dabei waren Sabine Lamby, Produzentin des Film von Naked Eye Film Produktion Herr Werner Renz, Leitung Archiv, Bibliothek Fritz Bauer Institut,Herr Gerhard Wiese, damaliger Staatsanwalt und von Fritz Bauer persönlich beauftragt für den Auschwitz Prozess zu ermitteln. Dr. Philip-André Zinn, Der Sohn des damaligen Ministerpräsidenten und engen Freundes von Fritz Bauer Georg-August Zinn.
Sie alle standen nach dem Film für Fragen zur Verfügung.

Ende der 1950er Jahre. Das deutsche Wirtschaftswunder floriert. Die Ereignisse des Zweiten Weltgkriegs geraten langsam in Vergessenheit.
Als der Journalist Thomas Gnielka im Gericht der Stadt Frankfurt am Main einen ehemaligen Wärter des Vernichtungslagers Auschwitz anzeigen möchte, den sein Bekannter Simon Kirsch als Lehrer auf einem Schulhof gesehen hat, stößt dies auf breite Ablehnung. Der junge Staatsanwalt Johann Radmann befasst sich jedoch mit dem Fall und beginnt mit Unterstützung des Generalstaatsanwalts Fritz Bauer mit den Ermittlungen. Radmann sucht nach Tätern und Zeugen, die die Verbrechen im KZ bezeugen können. In der Wohnung des Malers Kirsch finden Radmann und Gnielka eine Liste mit SS-Leuten, die Gefangene im KZ getötet haben. Die aufgelisteten Täter finden er und seine Mitarbeiter in Telefonbüchern der gesamten Bundesrepublik. Weitere Unterlagen kann er im Document Center der Amerikaner in Frankfurt auftreiben.

Trotz hinhaltenden Widerstands der Behörden kann Radmann die ersten Täter verhaften lassen, u. a. den Adjutanten des Lagerkommandanten Rudolf Höß namens Robert Mulka. Seine Bemühungen, den SS-Arzt Josef Mengele festzusetzen, scheitern allerdings.

Die Schwierigkeiten, denen Radmann bei seinen Ermittlungen begegnet, zerren an seinen Nerven; er beginnt zu trinken. Die Beziehung zu seiner Freundin Marlene scheitert. Mit seiner Mutter streitet er über die Rolle seines Vaters während der NS-Zeit. Er überwirft sich mit seinem Mitstreiter Gnielka und kündigt seine Stelle. Als er jedoch an seiner neuen Stelle mit dem Anwalt zusammen arbeiten soll, der zynisch die Selektion an der Rampe gutgeheißen hat, kehrt er zur Staatsanwaltschaft zurück.
Seine Bemühungen haben gefruchtet: 1963 beginnt der Auschwitz-Prozess, der bis 1965 andauert. 1968 stirbt Fritz Bauer.